?Qualitätsinitiative? | |
Auf Initiative des Schulleiters und einiger KollegInnen wurde im Juni 1995 die Arbeitsgruppe ?Qualitätsinitiative? gegründet. Sie besteht aus vierzehn Lehrkräften, die alle Organisationsebenen der Schule repräsentieren. Zuerst erarbeiteten sie einen Zielkatalog zum Thema Organisationsentwicklung. Bestärkt durch die Ergebnisse der Kollegiumsbefragung wählten sie als Arbeitsschwerpunkte Organisation, Unterricht und Atmosphäre aus. | |
10 Jahre Arbeitsgruppe ?Qualitätsinitiative? | |
Am 05.10.05 fand die 60. Sitzung der ?Quali?- Gruppe statt. Wir feierten an dem Tag das 10jährige Jubiläum |
Die Arbeit der Arbeitsgruppe ?Qualitätsinitiative? im Detail
I Bereich Organisation |
Organisationsplan
Die Notwendigkeit zur Organisationsentwicklung und Überarbeitung des Organisationsplans ergab sich im August 1993 durch die Schulzusammenlegung der Standorte Goslar und Seesen. 1997/98 wurde die ?ORGA-Gruppe? zur Überarbeitung des Organsationsplans der Schule von zwei Mitgliedern der ?Qualitätsinitiative? moderiert.
Sachkostenbudgetierung
Erste praktische Erfahrungen mit der Organisationsentwicklung wurden durch die Einführung der Sachkosten-budgetierung gesammelt. Die Implementierungsphase bis zum Gesamtkonferenzbeschluß im Februar 1997 wurde von vier Mitgliedern der ?Qualitätsinitiative? intensiv unterstützt und danach weiter begleitet. Im Februar 2000 fand eine interne Evaluation durch die Befragung der KontostellenführerInnen statt. Im Februar 2001 wurde der Workshop ?Beschaffungsmanagement? von einem externen Moderator durchgeführt, um weitere Verbesserungsmöglichkeiten im Bereich der Sachkostenbudgetierung herauszuarbeiten. Es wurde ein Beispiel aus der Industrie vorgestellt und die Themen Wirtschaftlichkeit, Transparenz und Akzeptanz bearbeitet. Mittlerweile ist der Prozess der Mittelverteilung ein fester Bestandteil im schulischen Leben der BBS und wird von einer breiten Mehrheit im Kollegium unterstützt.
Organisation von Blockunterricht
Die Organisation von Blockunterricht wurde am Beispiel einer Abteilung evaluiert. Im Planspiel wurden Stärken und Schwächen der Organisation von Blockunterricht erkannt und durch die systematische, gesteuerte Arbeitsweise in kurzer Zeit konstruktive Veränderungs und Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt, die in den Blockplan für das Schuljahr 1997/98 eingearbeitet wurden.
Geschäftsprozessoptimierung (GPO) durch externe Evaluation
Eine Berufsfachschule Installations- und Metallbautechnik wurde in Kooperation mit der zuständigen Innung ?Sanitär-und Heizungstechnik? und den Ausbildungsbetrieben in der Region eingerichtet. Die Ausbildungsinhalte für den Theorie- und Praxisbereich wurden gemeinsam entwickelt.
Fortbildung im Bereich der Organisationsentwicklung
Nach dem Studium der einschlägigen Literatur und Betriebsbesichtigungen erfolgte für interessierte KollegInnen ein Vortrag von Herrn F. Rittmeister, Dezernent der Bezirksregierung Weser-Ems. Ein Mitglied der Arbeitsgruppe absolvierte eine Auditorausbildung. Zwei Mitglieder nahmen am Kurs ?Organisationsentwicklung an BBS? teil. Bei Tagungen und in Kooperation mit anderen Schulen stellten sie Projekte der BBS im Bereich Organisationsentwicklung dar oder berieten und unterstützten andere Kollegien bei ihrer Arbeit.
Im Bereich Schulprogrammentwicklung an berufsbildenden Schulen wurde eine SchILF an der BBS Goslar-Baßgeige/Seesen organisiert und durchgeführt. Am Anfang stand ein Einstiegsvortrag von Dr. Wolff Fleischer-Bickmann, Direktor des Landesinstituts für Schule der Freien Hansestadt Bremen. Sein Thema lautete ?Und morgen fangen wir an! Entwicklung von Schulprogrammen im Schulalltag? . Frau Gabriele Wennek und Frau Birgit Voigt vom Institut für Berufliche Bildung Hamburg arbeiteten anschließend zwei Tage mit dem Kollegium zum Thema ?Weiterarbeit am bzw. Verbesserung des Schulprofils und Schulprogramms?.
Im Rahmen der Arbeit am Leitbild der Schule wurden acht Grundsätze des Handelns formuliert. Um Identifikationsmöglichkeiten zu schaffen und die Akzeptanz zu überprüfen, wurden die einzelnen Fachgruppen gebeten, die Ziele und Aktivitäten zu nennen, die sie für ihre Arbeit daraus ableiten können. Außerdem sollten sie deutlich machen, woran sie die erfolgreiche Umsetzung der Ziele erkennen. Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden zusammengefasst. Zur weiteren Bearbeitung der Thematik wurde für die Mitglieder der Qualitätsinitiative ein Seminar mit Dr. Herbert Asselmeyer von der Universität Hildesheim zum Thema "Kooperation und Kommunikation im Kollegium zukunftsorientiert gestalten" angeboten.
Im November 1999 wurde der Workshops Bildungsmanagement mit Dr. Elmar Philipp und Gerhard Regenthal zu den Themen: Qualitätssicherung in Schule, Evaluation und Schulprogrammentwicklung für KollegInnen,LehrerInnen anderer Schulen in Niedersachsen und Interessierte durchgeführt.
Zur Unterstützung der Evaluationsarbeit wurde im Juli 2000 ein zweitägiges Coaching Seminar mit Prof. Dr. Waldemar Pallasch von der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albert-Universität in Kiel für die Mitglieder der Qualitätsinitiative organisiert und durchgeführt.
Eine weitere Fortbildungsmöglichkeit ergab sich durch die Teilnahme am BLK-Modellversuch QuiSS.
Kooperationen
Durch die Teilnahme an den Modellversuchen ergaben sich zusätzlich Kooperationen mit Schulen in Niedersachsen.
Die BBS Goslar-Baßgeige kooperiert mit der Kreisvolkshochschule im Rahmen des Bildungshauses.
Präsentation der Schule
Die Außendarstellung der Schule wurde z.B. durch die Überarbeitung von Visitenkarten, Briefkopf, Infoblättern und die Erstellung und kontinuierliche Überarbeitung der Internetseiten verbessert.
Eine Informationsmappe über die Schule speziell für neue KollegInnen wurde zusammengestellt und wird jährlich aktualisiert.
Zur schulinternen Vorstellung gegenwärtiger Arbeitsgruppen und Aktivitäten dient die Schulzeitung Bassnet, die im Sommer 2000 ihre erste Ausgabe veröffentlichte.
Interne Evaluation
KollegInnen der Qualitätsinitiative nahmen von 1999 bis 2001 am Bund-Länder-Kommission (BLK) Modellversuch ?Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht durch interne und externe Evaluation (QuiSS) Projektteil A ? Interne Evaluation? teil. Die bisherige Arbeit an der Schule wurde fortgeführt und einzelne Bereiche evaluiert. Die Schwerpunkte waren Weiterentwicklung schuleigener Arbeitspläne, Unterricht und Arbeit am Leitbild.
Die interne Evaluation wurde unterstützt durch die Kooperation mit den KollegInnen der BBS Varel und der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule Göttingen.
Nach einem Vergleich von unterschiedlichen Konzepten zur internen Evaluation wurden 18 Assessoren im Bereich EFQM ausgebildet.
II Bereich Unterricht |
SchülerInnenbefragung
Die Qualität und Organisation des Unterrichts sowie des Schulklimas standen Mittelpunkt von SchülerInnenbefragung der Fachoberschulklassen 12 und Berufsoberschule die in den Schuljahren 1996/97, 1997/98 und 1998/99 durchgeführt wurden. Mögliche Konsequenzen und Verbesserungsvorschläge wurden diskutiert und umgesetzt.
Methodentraining
Seit 2004 hat die Arbeitsgruppe einen Schwerpunkt auf Fortbildungsangebote für Kolleginnen und Kollegen gelegt. Externe Referenten boten Schulungen zum Thema ?Cooperative Learning? an. Zwei hausinterne Fortbildungen waren ?Ideen für Unterrichtsmethoden? und ?Wer präsentieren kann, hat?s leichter - Präsentationsmethoden?.
Mehr als ein Drittel der Kollegen und Kolleginnen nahm an einer oder mehreren Fortbildungen teil. Ende 2006 ist eine Evaluation geplant.
III Bereich Atmosphäre |
Der Aspekt Atmosphäre ist als durchgängiges Prinzip zu betrachten. Er hat Auswirkungen auf alle Formen der Zusammenarbeit und ist gleichermaßen Voraussetzung für das Gelingen der geplanten Vorhaben.
Neue Formen der Zusammenarbeit.
Verbesserungsangebote für die Bereiche normal Gesprächsführung und Methoden wurden in der Arbeitsgruppe und im Planspiel erprobt.
Die Arbeitsgruppe hat 2003 eine weitere Kollegiumsbefragung durchgeführt. Es ist eine Evaluation der letzten Befragungen und hält zusätzlich die Stimmung der Mitarbeiter zu Beginn von ProReKo fest.

Im Oktober 2001 hat die Schule die Mitgliedschaft im Netzwerk innovativer Schulen in Deutschland erworben. Ein Schulpraktiker und ein Beiratsmitglied der Bertelsmann Stiftung haben aufgrund der Bewerbungsunterlagen unabhängig voneinander ein Gutachten vorgelegt, auf dessen Grundlage positiv über die Aufnahmen der BBS Baßgeige entschieden wurde. Mitglieder der Schule haben an Fachtagungen, Praxis-Foren und Lernnetzwerken mitgewirkt.
AnsprechpartnerInnen : Christina Bremer, Angelika Kummer










