Teamarbeit im Sport:

Die Schülerinnen und Schüler nutzen Kommunikation untereinander, um Aufgaben zu lösen bzw. Abläufe zu optimieren.

Besonders geeignet sind Situationen, die ein hohes Maß an Absprachen erzwingen, um zu einer angemessenen Lösung zu kommen. Dies geschieht z. B. bei synchron durchzuführenden Bewegungsaufgaben im Turnen oder dem Bau von Menschenpyramiden bei Akrobatiken.

 

 

Verhalten bei Konflikten:

Situationen, die z. B. durch eine Wettkampfsituation geprägt sind und Emotionen bei den Beteiligten auslösen, bieten einen geeigneten Rahmen, Kritik sachlich zu formulieren und anzunehmen, z. B. in Sportspielen.

 

 

Hilfsbereitschaft zeigen, Hilfe geben und annehmen:

Individuelle Stärken und Schwächen für die Arbeit im Team sollten in den Unterrichtssituationen deutlich werden. Häufig verfügen Schülerinnen und Schüler über unterschiedliche Vorerfahrungen in bestimmten Sportarten. Dieser Umstand kann genutzt werden, durch entsprechend heterogene Gruppenbildungen: ?stärkere? Schülerinnen und Schüler unterstützen bzw. unterweisen ?schwächere? Gruppenmitglieder. Jedoch sollten die Situationen abwechslungsreich so arrangiert werden, dass die Rollen auch gewechselt werden können (andere Sportarten oder Anforderungen).

 

 

Berücksichtigung von Regeln und sozialen Normen:

Regeln verabreden, übernehmen und anwenden steht im Vordergrund der erforderlichen Unterrichtshandlungen.

Hier bieten sich alle regelgeleiteten Parteispiele, Kleine Spiele und Sportspiele mit Variationen an (z. B. Völkerball, Brennball, Basketball, Fußball).

 

 

Verantwortung für sich und andere übernehmen:

Die Unterrichtssituation sollte so gewählt werden, dass  Hilfestellung und gegenseitige Unterstützung selbstverständlich werden. Sich auf andere einstellen und verantwortungsbewusst handeln lässt sich z. B. im Gerätturnen oder Klettern sehr bewusst arrangieren.

Andere Möglichkeiten ergeben sich bei Anforderungen, bei denen eine Aufgabe nur dann erfüllt werden kann, wenn das Ziel von beiden Partnern erreicht wird (z. B. bei Partnerläufen).

 

 

Toleranz, Rücksichtnahme und Akzeptanz:

Z. B. in Sport- oder Bewegungsspielen haben unterschiedliche Ziel- und Wertvorstellungen und/oder Leistungsfähigkeiten auch unterschiedliche Verhaltensweisen zur Folge, die sich auf den Spielablauf, oft auch auf den gemeinsamen Erfolg, auswirken. Sie zuzulassen fällt schwer, wenn man sie nicht teilt. Dennoch ist die gemeinsame Handlung davon abhängig, ob ein Arrangement gelingt (gemeinsame Spielfreude). Über Regelvariationen lassen sich trotz unterschiedlicher Ausgangslage gemeinsam freudvolle Sportmöglichkeiten erschließen.